Elektroakustische Komposition von Ralf Hoyer in der St.-Johannis-Kirche Bad Rodach

Sternengeflüster? Wenn Sterne flüstern und wir es hören könnten, was flüsterten sie  – und wem? Die Sphärenharmonie, der Klang der Planeten und ihrer Umlaufbahnen ist seit der Antike immer wieder gesucht, gefunden und im Hörbaren abgebildet worden. Freilich eher aus dem innigen Wunsch heraus, Musik als einen Ausdruck göttlicher Harmonie zu begründen, denn aus gesicherter naturwissenschaftlicher Erkenntnis. Im Kosmos gibt es kein Geräusch.

Und doch: Musik geht, wie jede Kunst, über das physikalisch Stoffliche hinaus. So wie es sein kann, dass man bei einem längeren Blick in einen klaren nächtlichen Sternenhimmel in sich einen Widerklang zu hören glaubt, kann es sein, dass eine Musik den Blick und die Empfindung ins kosmisch Unfassbare weitet… Ob und was die Sterne dazu flüstern, bleibt ein Rätsel.

Hier ein kleiner Vorgeschmack

Ralf Hoyer

Ralf Hoyergeb. 1950 in Berlin, Tonmeisterstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, Meisterschüler für Komposition an der Akademie der Künste der DDR bei Ruth Zechlin und Georg Katzer.  Seit 1980 freischaffender Komponist für Hörspiel, Theater, Film, Kammermusik, elektroakustische Musik und multimediale Projekte mit Aufführungen in zahlreichen europäischen Ländern und den USA. Diverse Preise. Ehrenamtliche Tätigkeiten, u.a. als Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für Neue Musik (bis 2013) und im Deutschen Komponistenverband.

Raumbezogene Arbeiten für den Dom zu Halberstadt („Aenigma noctis et astrorum“ 2009 und „Fluctus sonorum“ 2011). November 2014 Uraufführung der Komposition „Fünf Sätze zum Vierten“ für Tenorsaxophon, Sprecher, Orgel und Zuspiel im Rahmen einer ökumenischen Vesper in der St.-Hedwigs-Kathedrale Berlin (Auftragswerk der Guardini-Stiftung zum 4. Gebot im Rahmen des DEKALOG-Projektes).

Rom-Stipendium der Bundesregierung für die Casa Baldi 2015.

www.ralfhoyer.de